Die Suchtwoche hat begonnen

Die Suchtwoche hat begonnen. Ich gratuliere der Suchtbeauftragten der Bundesregierung (gestellt von meiner Partei…) zum Auftakt ihrer grandiosen freiheitlichen Veranstaltung zu Gunsten von mehr Kompetenz und Verantwortung der Bürger unseres Landes. (Ja, das war ironisch gemeint.) Durch die Bewerbung von Abstinenz lässt sich sicherlich erreichen, dass die Menschen auch abstinent bleiben; in den USA klappt das schließlich seit Jahrzehnten mit dem Sex bei Minderjährigen, Unverheirateten oder gar minderjährigen Ledigen.

Auf Phoenix lief gestern im Rahmen der Berliner Runde eine Diskussion zur Suchtwoche. Zu Gast war neben der Drogenbeauftragten (s.o.) auch ein ehemaliger Morphinist, der bis heute eine (schädliche) Suchtverlagerung hin zum Extremsport durchgemacht hat und jetzt – wie könnte es anders sein – gegen die böhsen Drogen wettert. Seiner Ansicht nach stammt das Wort Sucht von „Suchen“, und an seiner Sucht Abhängigkeit ist natürlich nur er schuld. Die Drogenprobleme der Zeit will er übrigens durch (vom Himmel geklaubte?) „Ziele“ für die Jugendlichen lösen.

Außerdem zu Gast der erfrischend rationale Günter Amendt, dessen Werke ich guten Gewissens jedem ans Herz lege.

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  1. [...] “Sind wir nicht alle ein bisschen team Telekom?”, lautete eine Einstiegsfrage der hier bereits kommentierten Phoenix-Runde zur Suchtwoche. Nun hat ein Wissen-redakteur der ZEIT einen [...]

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