Nach Kill Bill – ich fand ihn zu bunt und zu wenig ernsthaft; ich stehe nicht auf reine Komödien – und der Gastregisseursszene aus Sin City (langweiliges Pathos, unrealistisch, unästhetisch, schlicht: nicht unterhaltsam) wollte ich keine Tarantinofilme mehr gucken, jedenfalls nicht im Kino. Was hätte ich verpasst, wäre ich ein konsequenterer Mensch:
Death Proof handelt von Kurt Russel als “Stuntman Mike” in seinem “deathproof car”, einem Stuntwagen, den er zum Mordinstrument umfunktioniert. Vielleicht hat der texanische provinzcop recht, wenn er sagt, junge Mädchen in einen Crashtod zu jagen sei seine einzige Möglichkeit, noch abzuspritzen; den ersten Mord begeht er auch an einer jungen Dame, die soeben vor ihren Freundinnen klar gestellt hat, sie werde zwar mit ihm mitfahren, nicht aber mit ihm schlafen: er sei schließlich so alt, dass er ihr Vater sein könne.
So nimmt das rasante Spektakel seinen Lauf – neu ist hier nichts, aber auch nicht wirklich alt, es unterhält auf eine irgendwie halbseidene Weise. Zu vile Dialoge, wie die Fünf Filmfreunde zu recht feststellen, aber auch zu viel inhaltlslose Spielerei mit der Form: Einmal sucht sich Tarantino Goofs als Hauptthema aus, reitet drei Minuten darauf herum, ohne a) im Sinne Stefan Georges daraus Inhalt zu schaffen, noch b) eine Verbindung zu diesem aufzubauen; dann sind es s/w-Einstellungen. Der einzig wirklich gelungene Griff in die Kiste der Stilmittel: Kurt Russel sieht in einer kurzen EInstellung in die Kamera – sozusagen zur Solidarisierung mit dem Zuschauer: Jetzt hab ich meinen Spaß, damit ihr euren habt.
Wie der Spiegel das Hauptmotiv Stalking gefunden hat, mag der Spekulation des Lesers überlassen bleiben, ich assoziiere mit den Kameraeinstellungen eher ein Eindringen Mikes als Tarantinos in die Privatsphäre der Damen; und wer glaubt ernsthaft, die dargestellten Themen seien tatsächliche Frauenthemen, die beim täglichen Vodkafrühstück besprochen werden…?
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Death Proof – Todsicher
Zwar verkehrt herum, aber hier nun der 1. Teil des US-amerikanischen Action-Horror-Thriller-Double-Features “Grindhouse”, also “Death Proof” von Tarantino.
Erst mal eine kurze Beschreibung:
Texas. Hier sind die Straßen lang und einsam. Das idea…