Volksverdummungsdroge Fernsehen

Ja, wir zahlen GEZ-Gebühren für Qualitätsfernsehen, das wir nicht bekommen. Die Heroin-Doku auf arte gestern war tendenziös; anstatt zu sagen, dass ein Mohnbauer oder größerer Mittelsmann das Leid von Millionen Europäern verursacht, könnte man auch auf die Legislative verweisen – ohne Kriminalisierung würden auch große Teile des Leids wegfallen. Diese Doku war Volksverdummung, genauso wie Galileo heute – ich sah kurz die Vorschau nach den Simpsons: Sandwiches per Fuß schmieren -, nur wesentlich gefährlicher, weil sie sich auch noch intellektuell gebärdet. Aber das hatten wir schonmal.

Dieser TP-Artikel befasst sich mit dem Thema. Öffentlich-rechtliche Lösungen (gar noch im „Internet“ – ich vermute im Web) sind natürlich keine solchen, weder erreichen wir damit Qualitätsfernsehen oder -berichterstattung, noch hohe Einschaltquoten. Und wenn dann eher Letzteres, denn auch die meisten ÖR-Sendungen sind leichte, falsche „Infotainmentdrogenhäppchen“ (von den daily soaps über den Samstagabend, Kerner, Beckmann bis zu o.g. Doku).

Man muss noch einmal darauf hinweisen: Auch Drogen sind nicht frei verkäuflich, obwohl sich das ökonomisch rechnet, und auch Konsumentenwünsche, die Freiheit des Bürgers und der Wille der Bürger wären hier kein Gegenargument. Daraus folgt: Ökonomie und Mehrheitswille sind unter Umständen nicht das Maß aller Dinge. Wie nun, wenn Infotainment eine geistige Droge wäre?

Dann sollte man sie konsequenterweise verbieten (denn die sinnvolle Lösung, das alles zu legalisieren, ist wohl kaum praktikabel).

Eine Antwort schreiben