Die Studienstiftung des Deutschen Volkes – ein Erfahrungsbericht

Ein durchweg interessantes Wochenende liegt hinter mir, Unterbringung im Doppelzimmer, gutes, reichhaltiges Essen, eine ordentliche Organisation. (Wobei man sich das Sonntags-Referat hätte sparen können, das wäre gut noch am Samstagabend unterzubringen gewesen.) Dass Münsterschwarzach allerding ein echtes Kaff ist merkten wir abends: mehr als einen Freizeitkeller und eine Kegelbahn hatten wir nicht zur Verfügung.

Eingeteilt wurden wir (48 potentielle Stipendiaten) in 8 Gruppen, jeder hielt ein Referat, das dann gemeinsam besprochen wurde; außerdem musste jeder zu 40-minütigen Einzelgesprächen in Klausur mit einem Kommissionsmitglied. (Ich durfte mit einem Juristen und einem Altphilologen sprechen.)

Kontroversen entzündeten sich u.a. an einem recht provokant gehaltenen Referat zum demographischen Wandel, bei dem mich die konservative Haltung einiger Mitdiskutanden überraschte. (Nicht jedoch die der Referentin, von ihrer Mitgliedschaft in der Jungen Union wussten wir.) Auch zum Thema Nationalstolz hätten wir gerne weiterdiskutiert (wie zu eigentlich allen Themen), doch auch hier beschränkte sich das Referat strik auf zehn, die Diskussion auf 20 Minuten.

Hier finden sich Fotos, und eine StudiVZ-Gruppe zum Thema existiert freilich auch, sodass das Networking hinterher auch klappt. Auch wenn ich letztlich nicht in die Förderung gerate – die Chancen stehen statistisch bei ca. 25% – war es das Wochenende wert.

4 Antworten

  1. Wie muss man sich eine konservative Haltung zum demographischen Wandel vorstellen ???

    und was sagte man zum Thema Nationalstolz???

    und welche Einstellung zu diesen Fragen erwartete die Stiftung???

    MfG.A:Gegner

  2. “Wie muss man sich eine konservative Haltung zum demographischen Wandel vorstellen ???”

    Die Emanzipation der Frau ist an allem schuld und die GEsellschaft soll doch bitte wieder in die 50er Jahre zurückkehren (überspitzt gesagt). Wurde von weiblicher Seite zuerst geäußert.

    “und was sagte man zum Thema Nationalstolz???”

    Dass es seit der WM mehr davon gebe, das aber noch nicht genug sei.

    “und welche Einstellung zu diesen Fragen erwartete die Stiftung???”

    Erwartet wurde natürlich keine Einstellung, die Studienstiftung sucht Leistung und keine Meinung. (So jedenfalls die Selbstcharakteristik, ich habe keine gegenteiligen Indizien gefunden und als Teilnehmer muss man sich in diesem Punkt ohnehin darauf verlassen, dass man nicht getäuscht wird.)

  3. Danke für die Information : Also in Richtung wieder mehr Familie und mehr Nationalstolz.

  4. [...] von außen Nach meinen Einblicken hier ein paar Eindrücke von außen: Selbstbewerbungen bald möglich; und außerdem: Ein [...]

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