Die gefälschten Worte des Bilawal Bhutto Zardari

Ein versierter Nutzer des Internet World Wide Web mit dem Spitznamen „Tonay“ hat eine Facebook-Seite des Sohns der ermordeten ehemaligen Vorsitzenden der Pakistanischen Volkspartei gefälscht. Was verbreitet die FAZ dazu:

„Dies ist mit wenigen Handgriffen getan, da Plattformen wie Facebook es dem Benutzer leicht machen, ein beliebiges Profil zu generieren. Benötigt werden nur ein minimales Maß an Kenntnissen des Internet, ein Hauch Kreativität und ein Schuss böser Wille.“

Die „minimalen Kenntnisse des Internets“ scheinen den Herren Journalisten gefehlt zu haben, sonst wären sie der gefälschten Seite nicht auf den Leim gegangen, sondern hätten sie – wie es ihre Aufgabe ist – hinterfragt. Wer eine so dermaßen unsichere Quelle wie Facebook, wo jeder alles über jeden und alles verbreiten kann, nicht kritisch beäugt, ist selber schuld. Mit solchen Journalisten sollte niemals wieder jemand zusammen arbeiten. (Was aber ein frommer Wunsch redlicher medienkompetenter Mediennutzer bleiben wird.)

„Der Tragweite seiner Fälschung, mit der er etliche Journalisten auf dem falschen Fuß erwischt hat, scheint er sich ebensowenig bewusst zu sein wie der politischen Auswirkungen, die sein „Fake“ in Pakistan hat, nicht nur für Bilawal Bhutto Zardari.“, so die FAZ weiter. Falsch. Die Tragweite mangelnder Recherche ist hier anzumahnen, nicht die eines gelungenen, medienkritischen Happenings.

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