Wieder mal ein Artikel, der in die alte “Computersucht”-Kerbe schlägt, leider recht unkritisch. Und natürlich geht man nicht darauf ein, welche positiven Auswirkungen der Gebrauch von Computerspielen haben kann (so wie man das ja auch bei Drogen ausklammert). Was bei Missbrauch eine Anlage zur Realitätsflucht unterstützen kann, kann genauso bei Gebrauch zu einer Entspannung von der Realität beitragen (und wer hätte die nicht ab und an nötig, besonders in einer materialistischen Leistungsgesellschaft wie der unseren). Missbrauch wurde und wird mit allem getrieben, was sich dazu eignet – da ist pathologisches Computerspiel doch noch besser als die Alternativen.
(Anmerkung: Natürlich geriert so ein Verhalten teilweise großes Leid für Betroffene – darauf muss ein Blog aber keine Rücksicht nehmen, wenn es mediale und gesellschaftliche Phänomene analysiert.)
Was mir zum Thema “Sucht” und “Suchtmittel” noch einfällt – man verbietet jetzt BZP und Salvia, GBL (1) und Kratom (2) aber nicht. Das nenne ich irrational. Alkohol und Nikotin sollten auch schnellstmöglich ins Btmg, jedenfalls Nikotin in Form von Tabakprodukten, eine viel schädlichere Droge gibt es schließlich nicht. Bald bekommt man nur noch Hustenstiller.
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Rauchverbot
Band “Dreemoment” produziert aktuell Videoclip gegen das Rauchverbot. Titel: “Nikotin”, Veröffentlichung im April 2008.
In Zusammenarbeit mit FRIZZ-Magazin und Brunnengräber Film
[...] überall da, wo aus sozialen Gründen Verhalten pathologisiert werden muss. Zum Beispiel bei der Computersucht, oder auch dem Workaholismus. (Beides Verhaltensweisen, die erst dann als Krankheit gelten, wenn [...]
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