Gehässiges

Ich bin gerne gehässig. Besonders wenn es unfähige ModeratorInnen trifft. Vor allem, wenn sie angeblich ein Blog führen, um Aktualitätssinn zu beweisen, das dann aber nicht mal selber tun, sondern delegieren. An Personen, über die es unglaublich viel zu sagen gibt. Und die so etwas veröffentlichen:

Eigentlich ist das Schreiben von Blogs für mich etwas Ungewohntes, weil ich als altgediente Zeitungsjournalistin mit den neuen Formen der Kommunikation erstaunlich wenig Erfahrung habe.

Merkt man gar nicht. Man könnte nur, als medienkritischer Mensch, fragen: Warum “erstaunlich” wenig Erfahrung? Gänzlich jeder Logik entbehrt dann das hier:

Wenn aber, wie in der vergangenen Woche, so viele besonders nette Reaktionen auf meine Ankündigung eintreffen, dass ich zur Süddeutschen Zeitung zurückkehre, dann ist das natürlich ein regelrecht herzerwärmender Ansporn, das bloggen zu einer neuen Disziplin zu entwickeln. Also: Danke für all die lieben Wünsche.

Es muss natürlich “das Bloggen” heißen, es ist und bleib eine Substantivierung. Das galt auch bei der Zeitung schon. Und wieso die Gratulation zur Rückkehr zu einem traditionellen Medium als Ansporn zum Bloggen verstanden wird, verstehe ich auch nicht. Was ein Weblog im eigentlichen Sinne ist hat man bei der Frau Will, nach meinem Dafürhalten, eh nicht wirklich verstanden…

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