“Datenklau”

Die FAZ hat mal wieder keine Ahnung, wovon sie schreibt.

Für Verbraucher wächst die Gefahr des Daten-Diebstahls im Internet. Allein beim Kontodaten-Klau, dem sogenannten Phishing, erhöhte sich die Zahl der Fälle um 20 Prozent auf 4200, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag in Wiesbaden mitteilte.

So ein Blödsinn. Woher nehmen die Herrschaften die Gewissheit, dass die “Gefahr steigt”? Und Phishing hat nichts per se mit Bankdaten zu tun, Phishing bezeichnet eine bestimmte technische Umsetzung des “Datenklaus”:

Phishing [ˈfɪʃɪŋ] werden Versuche genannt, über gefälschte WWW-Adressen Daten eines Internet-Benutzers zu erlangen. Der Begriff ist ein englisches Wortspiel, das sich an fishing („Angeln“, „Fischen“[1]), evtl. in Anlehnung an Phreaking auch password fishing[2], bildlich das „Angeln nach Passwörtern mit Ködern“[3], anlehnt. Häufig wird das h in dem Begriff mit harvesting erklärt, so daß der Begriff Phishing dann Password harvesting fishing[4] lautet.

Weiter gehts mit Unfug: Dauernd ist die Rede von geprellten, ahnungslosen Verbrauchern, deren Bankgeschäfte manipuliert und Kreditkarten-PINs ausgespäht werden. Die Frage, die dort keiner stellt: Wie kommt es dazu? Es ist immer Fahrlässigkeit des Verbrauchers im Spiel, sei es die Nutzung von Webbanking auf einem unsicheren System, das Notieren einer PIN auf einem Postit an der EC-Karte etc.pp.

Denkbar ist zudem, dass Kriminelle über Internet-Buchungen Urlaubsdaten erfahren und dann zum Zeitpunkt des Urlaubs in die Wohnung einbrechen.

Denkbar ist auch, dass ich mir ein Gewehr kaufe und in die Decke schieße. Der Begriff “klauen” impliziert im Übrigen, dass mir als Opfer danach etwas fehlt, das stimmt aber nur in Bezug auf mein Geld, nicht in Bezug auf Daten.

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