Bloggen und Geld

Bloggen ist ein nettes Hobby. Anders würde jedenfalls ich das Ganze nicht durchhalten. Ich habe Zugriffszahlen um 60 views je Tag, also etwa 2000 Besuche im Monat. Das ist nicht viel, jedenfalls wenn man es auf Berühmtheit und Selbstdarstellung oder gar politisch-mediale Wirksamkeit anlegt (wie uns Bloggern ja manchmal unterstellt wird). Der permanente Zuwachs seit September 2007 ermunter mich, mehr noch nutze ich das Bloggen aber als Möglichkeit, aktuelle Themen in kontexte zu bringen – und schreibe letztlich also für mich selbst. (So, wie die meisten Tagebuchschreibe wohl auch eher für sich als für ihre Nachwelt schreiben dürften.)

Man kann mit einem Weblog aber auch versuchen, zu Geld zu kommen. Eine Möglichkeit besteht darin, Werbung zu schalten. Damit man aber nicht seine journalistische Integrität aus Spiel setzt, indem man bezahlte Artikel veröffenlicht, gibt es die initiative adical. Ein bisschen ominös ist die Geschlossenheit dieser Plattform, was aber vermutlich Qualität garantiert. Das weiß man nicht so genau.

Eine andere Möglichkeit ist, sich als Schreibsklave zu verkaufen – oder zu verschenken. Dafür gibt es Portale wie bloggerjobs.de. Wenn ich dort allerdings schon auf der Startseite Angebote wie das folgende lese, vergeht mir der Glaube an deren Professionalität: Mehrere netaffine Blogger für Redaktion gesucht.

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