Medienkampagne gegen Blogosphäre, die x-te

Zuerst verarscht die “Blogosphäre” (lies: “irgendwelche Jungspunde, die was mit Medien machen”) ein etabliertes Medienmagazin, und wenn die etablierten Medien dann darüber berichten, machen Sie Paradefehler Nummer Eins: Sie setzen keine Links, weil sie die Deutungshoheit über die Faktenlage haben wollen, und sie ihren Lesern nicht gönnen. (Wenn die Etablierten darüber wettern, dass sie eine unübersichtliche Welt übersichtlich machen, haben sie recht; aber mittlerweile bleibt bei diesem Vorgehen eben zu viel auf der Strecke.)

Gleichzeitig berichtet die FAZ wenig objektiv über re publica. Dazu lesen wir u.a.: “Analyse, Reportage oder Essay sind Fremdgattungen in einem Diskurskosmos, der seinen Kurs ständig mit den neuesten technischen Fortentwicklungen abzugleichen hat und daher keine Zeit zu inhaltlicher Beschäftigung findet.” Aber die etablierten Medien haben die Zeit zur inhaltlichen Recherche, ja? Warum recherchieren sie dann so auffallend oft schlecht? Vor allem bei Themen aus dem kriminellen Umfeld stellt man das gerne immer wieder fest - und dass es bei der Polylux-Verarsche (man verzeihe den Ausdruck, aber ich glaube, ihn auch schonmal im Feuilleton einer Wochenzeitung gelesen zu haben) um das Thema Drogen ging, war sicherlich kein Zufall. Paradefehler zwei: Keine Recherche (analog zu manchen Bloggern, aber die sammeln wenigstens noch Webquellen, berichten vorrangig über sich selbst, verarschen Polylux und werden außerdem nicht dafür bezahlt; zumal adical wohl als Projekt eh in die Hose geht - siehe Webquelle in diesem Absatz).

Dann heute - wieder bei der FAZ - entdeckt: Ein “Interview” mit Donalphons, also jemandem, der weder an “Bloggern” noch an “Etablierten” ein gutes Haar läßt, und Robert Basic, beide bislang und weiterhin nicht in meinem Feedreader. Hier versucht der Autor, das ganze Projekt über die Beteiligten ins Lächerliche zu ziehen, und bedient sich dabei unfreiwillig der direkten, ironisierenden Darstellung, di meist mit Bloggern assoziiert wird. Paradefehler Nummer drei.

Eine Antwort hinterlassen