Was will das nun heißen? Das Gott kein Gegenstand der Wissenschaft sein kann (und/oder nicht der Wissenschaftstheorie)? Weil man ihn nicht definieren/bestimmen/typisieren/benennen/analysieren/… sondern nur zeigen, erfahren kann? (Der Mystiker Wittgenstein lässt schön grüßen!)
Wer sich in heroisch-existentialistischer Haltung nicht genötigt, sondern befreit sieht, als Produkt eines blinden Zufalls zu leben, wird sich keinem Schöpfer zu Dank verpflichtet sehen. Auch moralische Alarmrufe, etwa dass ein naturalistisches Menschenbild fatale ethische Konsequenzen habe, werden wenig ausrichten. Der Hinweis auf den moralischen Nutzen der Religion hat noch nie ihren Wahrheitsanspruch stützen oder gar ersetzen können. Kosmologische Spekulationen werden niemanden, der sich nicht in der ersten Person Singular als Geschöpf empfinden kann, vom Gottesglauben, ganz zu schweigen vom christlichen Glauben, überzeugen.
Was also ist Gottes Wahrheitsanspruch? Ganz recht: Er hat keinen. Frohen Sabbat.
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