Zäumen wir das Pferd von hinten auf. Was mir zuerst ins Auge stach:
Sie zeigen mithilfe eines spieltheoretischen Modells, dass sich Egoismus und Altruismus quasi gegenseitig bedingen. (Quelle: TP)
Logisch, schließlich sind “Egoismus” und “Altruismus” lediglich sprachlich fundierte – und auch im wissenschaftlichen Experiment keineswegs moralfreie – Kategorien. Deswegen läßt sich Altruismus als Egoismus ausdrücken – und umgekehrt. Dass dahinter dann auch etwas Tatsächliches steht, dass nämlich bspw. altruistische Handlungen auch egoistisch erklärt werden können, weil während ihres Vollzuges das Belohnungssystem des altruistisch handelnden auslöst, dürfte klar sein. Man versucht nun dem Ganzen auf spieltheoretischem Gebiet nachzuspüren, mit einem raffinierten Aufbau:
Sie zeigen mithilfe eines spieltheoretischen Modells, dass sich Egoismus und Altruismus quasi gegenseitig bedingen. [...] Dabei gehen sie von der wichtigen Funktion der Bestrafung aus – von der man wissen muss, dass sie den Strafenden mehr kostet, als er persönlich daraus gewinnt. Einen nicht kooperierenden Spielteilnehmer zu bestrafen, ist insofern eine durchaus altruistische Verhaltensweise.
Nette Spielerei, aber dem wirklichen Verhältnis von Egoismus und Altruismus in anthropologischer Hinsicht kommt man so auch nicht auf die Schliche.
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Sorry für die Eigenwerbung auf dieser Seite, aber ich glaub, ich hab deine E-Mail-Adresse nicht (bzw. bin zu faul, sie zu suchen) und im StudiVZ gibt’s dich ja nicht mehr… Also, die Meldung, wie toll “Ottfried” ist, wurde geändert und da du ohne eine Studentenzeitung leben musst, sollst du wenigstens von den Lorbeeren wissen, die Bamberg immer wieder erntet und dich mit mir freuen… :
http://www.ottfried.de/redaktions-blog/es-hat-sich-wieder-gelohnt-2.html
Ein Egoist ist und bleibt ein Egoisst, da gibt es für mich keine Schönfärberei. Das ein Altruist auch egoistische Motive haben kann, da gehe ich mit Dir einig. Es tut ja so gut, wenn ich anderen helfen kann. Richtig gelebter Altruismus, gibt es heute leider wenig, weil wir in einer egoistischen Welt leben.
Liebe Grüsse zentao
Sagen wirs mal so: Ein Altruist hat immer auch ein auf sich selbst bezogenes Motiv. In Der Neurobiologie beobachten wir, dass bei “selbstlosen” Handlungen (grpßzügige Spenden etc in Planspielen) das Belohnungssystem reagiert und die Handlung belohnt, es also einen positiven Verstärker für solches Verhalten gibt und man “lernt”, selbstlos zu sein.
Die Soziobiologie leitet daraus ab, dass Altruismus nicht existiert, sondern dass es sich dabei um “verhehlten” Egoismus handelt. Das ist aber ein begriffliches Problem, genaue rgesagt eines der falschen Definition.