Empirische Faktenlage: Drogenkonsum

Die Wissenschaftler vom Institut Mario Negre in Mailand haben schon vor zwei Jahren einen Aufsehen erregenden Fund gemacht, als sie das Wasser des Po analysierten und dabei herausfanden, dass die im Einzugsgebiet des Flusses lebenden Italiener offenbar sehr viel mehr Kokain zu sich nehmen, als man bislang angenommen hatte, nämlich täglich 4 Kilogramm.

Man misst jetzt die Konzentration von Drogenabbauprodukten im Abwasser (fast) in Echtzeit. Das könnte u.a. dafür sorgen, dass endlich eingesehen wird, wie omnipräsent Drogenkonsum ist (denn in Mailand können bei 1,3 mio. Einwohnern nicht täglich mehr als 40.000 Konsumeinheiten Kokain nur von „Junkies“ konsumiert werden) und man die repressive Politik überdenkt. Allein, mir fehlt der Glaube, dass so etwas passiert, insbesondere, wenn man sich z.B. Interviews mit Sabine Bätzing (hier im Stern) durchliest. Die weiß nichts besseres, als sich wegen des Anstiegs des wöchentlichen (!) Alkoholkonsums bei Jugendlichen von 34g auf 50g (ca. 3 Bier) aufzuregen und zu fordern, endlich jugendliche Testkäufer einsetzen zu dürfen. Himmelschreiender Blödsinn.

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