Verbraucherminister Horst Seehofer fordert daher eine freiwillige Farbkennzeichnung der Lebensmittel, um die Verbraucher künftig leichter über gesunde und ungesunde Lebensmittel zu informieren. Rot würde auf der Packung für ungesund stehen, Gelb für neutral und Grün für gesund. (Quelle: zeit)
Soweit kein falscher Gedanke, jedenfalls die Etikettierungspflicht. Fraglich allerdings a), ob sich die Konsumenten, und b), ob sich die Industrie daran halten wird:
Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert eine freiwillige Kennzeichnung als «absurd». «Die Hersteller von zuckerhaltigen Lebensmitteln werden einen Teufel tun, das zu machen», sagte Geschäftsführer Thilo Bode. Die Industrie müsste bei einer ampelartigen Farbkennzeichnung nämlich viele Rezepturen ändern, wenn ihre Produkte auf der Packung weniger oft mit Rot auf Gesundheitsrisiken hinweisen sollen.
Soweit auch logisch. Was mich als Nichtjuristen und Gesellschaftswissenschaftler interessiert, ist eher die Frage, warum die Käufer so pffensichtlich unwillig sind, Gesundheitsrisiken zu erkennen; denn aus den Nährwertangaben der meisten Lebensmittel läßt sich auch ohne Magister in der Mathematik herauslesen, dass man nicht gerade eine Rohkostdiät mit Fruchtzwergen oder Milkatafeln machen kann. Dennoch:
Eine Umfrage zufolge sollen 55 Prozent der Verbraucher eine farbliche Unterlegung der bereits geplanten neuen Angaben über Nährwerte als nützlich empfinden.
Warten wirs ab. Schönes Wochenende.
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