Wodurch unterscheidet sich das Almosen von der Spende? Laut Wikipedia „durch den Beweggrund des Mitleids mit dem Empfänger.“ In Zeiten, da die staatlichen Sozialleistungen als unbezahlbar gelten bzw. in Gefahr stehen, unbezahlbar zu werden, muss eine neue materielle Absicherung für die Bedürftigsten installiert werden. Ein Beispiel ist dieses „sommerliche Netzmärchen„, von dem die TP berichtet.
Die Frage ist nun: Funktioniert so etwas einigermaßen zuverlässig, sodass es Systeme ersetzen kann, die auf Rechtsanspruch und Versicherungsleistunge beruhen? Das mitelalterliche Almosen immerhin war eine so feste Institution, dass es vermutlich eine ähnliche Leistungsfähigkeit besaß. (Empirische Sozialforschung nach 500 Jahren ist etwas schwierig, auch wenn Meyers Lexikon von einer „Hauptquelle der (städtischen) Versorgung der in Armut Lebenden“ spricht.) Was könnte nun ein Motiv für Gebende sein, zu geben?
- Geben ist, genau wie Nehmen, selig: Beides aktiviert das Belohnungszentrum im Hirn.
- Imagegründe: Wer gibt, gilt vor seinen Mitmenschen als besserer Mensch; gerade Unternehmen und Personen der Öffentlichkeit profitieren von ihrem mildtätigen Engagement.
- Erwartung der Reziprozität
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