LaTeX for Beginners

Ich befinde mich momentan in der Vorbereitungsphase einer Hausarbeit. Bislang habe ich für 2-3 Seiten lange Essays immer den Open Office Writer verwendet, was ja auch ganz gut klappt, sieht man davon ab, dass in der letztlich gedruckten Version keine zwei Seiten einheitlich aufgebaut sind. (Man kennt es: Die Seitenränder variieren; man muss dreimal drübergehen, bis alle Überschriften in Stil, Größe, Schriftart einheitlich sind; die Zitate müssen immer angeglichen werden, ebenso das Literatur- und Inhaltsverzeichnis; von den Fußnoten gar nicht zu reden: das Chaos hier ist systemimmanent.) Das ist nicht weiter tragisch, das kann man kaschieren – aber letztlich bedeutet es doch einen erheblichen Aufwand, selbst wenn man immer dasselbe Dokument als Standardvorlage nutzt.

Die Alternative? Professionelle Textsatzsysteme wie LaTeX. Davon gehört hat jeder schonmal, insbesondere, wenn man mit freier Software arbeitet. Ich habe mir heute einmal die Mühe gemacht, mich in Heiner Lamprechts Latex-Einführung (frei verfügbar als .pdf) einzulesen und parallel ein paar kleinere Projekte durchzuarbeiten. Und die Erkenntnis: Wer rudimentäre Ahnung davon hat, wie sich Skripte aufbauen, wer ab und an eine Konsole bedient oder schonmal eine Seite in HTML geschrieben hat, wird sich rasch einfinden – und hat dann endlich eine Lösung an der Hand, die die ganze Arbeit für ihn übernimmt. Wie immer gilt: Wer faul ist, sollte ein wenig Arbeit nicht scheuen.

Insbesondere dürften auch Optionen für oder andere Formate als “article” oder “report” für Diplom- oder Doktorarbeiten interessant sein, man kann sehr leicht zweispaltige Artikel über die Klassenoption “twocolumn” erstellen, die Klasse “letter” gibt wohlgeformte Briefe aus und eine Möglichkeit, Folien für Präsentationen zu generieren, gibt es anscheinend auch. Irgendwo. Das erspart das unschöne Heckmeck, das ich letzthin bei der Nummerierung von Gliederungspunkten mit Open Office Impress hatte.

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