Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Reizthemen wie Homosexualität und Religiosität wissenschaftlich beleuchtet werden. Beginnen wir mit ersterer: Einige klassische Vorurteile – positiv wie negativ wertende – über Homosexuelle beiderlei Geschlechts sind wahr, wie die psychology today meldet. Schwule haben nach den zitierten Studien größere Penisse und zeigen in ihrer Kindheit und Jugend eher Verhalten, das mit Mädchen assoziiert wird, Lesben haben kognitive Stärken in eher männlichen Domänen wie dem räumlichen Denken – aber auch im sprachlichen Bereich. Die im Text aufgeführten Erklärungsansätze wissen aber nicht wirklich zu befriedigen, “men-loving-genes” scheinen mir eher Fantasiekonstrukte als sinnvolle physiologische Ursachen. (Per Spreeblick)
Mit Vorsicht zu genießen sind auch die “neuen Erkenntnisse” von Richard Lynn: Hauptsächlich aufgrund des geringen Anteils von Religiösen unter Akademikern schließt er, dass Intelligenz und Religiosität reziprok sind, also mit steigender Intelligenz der Grad von Religiosität abnimmt. Ich glaube nicht, dass es letztlich ganz so einfach ist; es handelt sich hier um eine Korrelation, nicht unbedingt um eine Kausalität. (per Telepolis)
Edit: Und die Hirne homo- und heterosexueller Probanden unterscheidet sich auch. Komisch, dass das jemanden verwundert; soll denn die Homosexualität ein immaterieller Vorgang sein? Eher verwunderlich, dass man das wirklich physiologisch so leicht festmachen kann. (Wenn auch nur “symptomatisch”, nicht kausal.)
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