Es ist manchmal wirklich zum Verzweifeln…

„Bundesrat billigt Verbot von „Killerspielen“ für Jugendliche“, so heise online. Jeder denkende Mensch weiß, dass das eine sinnlose und die Freiheit aufs Neue beschneidende Maßnahme ist, um etwas zu verhindern, was man gar nicht verhindern kann: Den Konsum von medialen Inhalten, die sich mit Gewalt auseinandersetzen oder diese darstellen.
Und zudem ist ja nicht einmal geklärt, ob diese Medien überhaupt einen Einfluss auf (jugendliche) Rezipienten haben; geschweige denn, dass dieser Einfluss negativ zu werten ist.

Eine sehr umfangreiche Artikelsammlung mit Links zu allem und jedem, was in dieser Diskussion einmal wichtiges gesagt wurde, findet sich hier im heise-Archiv.

Verzweifeln kann man auch, wenn man Begriffe wie „Handysucht“ liest. So ein Blödsinn. Ganz richtig liegt der „Suchtexperte“ (nicht nur vermutlich):

Der Suchtexperte José Martínez Raga meint, womit er vermutlich richtig liegt, dass die Kinder und Jugendlichen, die in Behandlung kommen, nur die „Spitze des Eisbergs“ darstellen würden. Allerdings ist das eine die wie immer auch vorhandene Abhängigkeit von technisch vermittelter Kommunikation und das andere die gesellschaftliche, von durchaus davon profitierenden Experten forcierte Durchsetzung einer neuen Norm, die ein Verhalten als negative Sucht herausstellt (was meist damit zu tun, gesellschaftlich das Risiko zu laufen zu versagen). Wer also Glück mit seiner Sucht hat und erfolgreich ist, braucht auch die Stigmatisierung nicht zu fürchten.

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