Burks hat in der Telepolis einen Artikel über die allgemeinen Regeln des Online-Journalismus veröffentlicht, inklusive näherer Informationen, wie und wann Links angebracht sind und wann nicht.
Und hier nochmal richtig:
Burks hat in der Telepolis einen Artikel über die allgemeinen Regeln des Online-Journalismus veröffentlicht, inklusive näherer Informationen, wie und wann Links angebracht sind und wann nicht. Der Artikel ist selbst nicht ganz fehlerfrei (die URL von http://de.wikipedia.org/wiki/Neger_(Olpe ist falsch geschrieben und damit unbrauchbar, aber besser als gar nichts, weil man den Fehler manuell leicht korrigieren kann), aber dennoch sehr lesenswert. Auch erwähnt werden Praxen, die im Sinne eines journalistischen Ethos fragwürdig erscheinen (wie der vom Freiheitsfreund erwähnte Fall des “JU-Bombers”), weil private Informationen über Beteiligte preisgegeben werden, Und auch sehr unterstützenswert ist die Forderung, im Sinne des “Jugendschutzes” bedenkliche Seiten dennoch zu verlinken.
Was auch ich nicht immer beherzige: Websites, die mit einem sicher konfigurierten Browser nicht angesteuert werden können, sollten nicht verlinkt werden. Allerdings weise ich meist darauf hin, wenn ich bei einer Seite erst Javascript oder Cookies aktivieren muss, um sie richtig anzeigen zu lassen. Auch verlinke ich häufig die (kommerzielle, das versteht sich von selbst) Website von amazon, wenn es um Buchtitel geht.
Burks Schlussplädoyer zielt darauf, Journalisten zu guten Hypertexten zu erziehen. Er meint, dies sei schwierig – weil die Recherchezeit für Onlinequellen zu hoch sei. Er zitiert aber auch ein Beispiel, das aufzeigt, dass dem nicht so ist. Die kommende mediale Elite ist – hoffentlich – Blog-erprobt. (Oder soll man schreiben “blogerprobt”?) Ich sehe also durchaus grünes Licht für ordentlichen, gewinnbringenden Onlinejournalismus und kritisches Dikussionspotential. Und das ist etwas, was die “etablierten Medien” dringend nötig haben. Ich stimme Burks zu:
Man kann eine Wette abschließen: Wer in fünf Jahren die Prinzipien des Online-Journalismus nicht beherrscht, immer noch keine Links setzt und sich nicht der direkten Konfrontation mit kritischen Lesern aussetzen will, der hat verloren.
(per burksblog)
Abgelegt unter : Metaebene, medien | Mit Tag(s) versehen: burks, etablierte medien, journalismus, medien, neue medien, online-journalismus, onlinejournalismus, xanadu