Ich habe dieses Semester nicht von meiner Möglichkeit Gebrauch gemacht, an den Wahlen meiner Hochschule teilzunehmen. Warum?
- Weil es keine vernünftige Wahlwerbung incl. politischer Willensbildung gibt. Ich gestehe offen, ich habe mich erst vor einer Woche schlau gemacht, wer überhaupt zu Wahl steht. Man findet auch online so gut wie keine Informationen, wie eine solche Wahl aussieht, was sie bewirkt etc. Gelesen habe ich nur Plattitüde á la “Mit uns keine Studiengebühren mehr”. Das ist zu wenig und konnte mir nicht vermitteln, warum ich zu dieser Wahl gehen sollte.
- Für mich köchelt das symbolisch in einem Topf mit der “Hochschulevaluation”. Ein Dozent meinte letztes Semester, wir mögen doch bitte unsere Möglichkeiten zur Partizipation in Anspruch nehmen, auch wenn es keine praktischen Konsequenzen habe, er sich also sinngemäß einen Dreck darum schere.
- Die Kandidaten sagten mir generell nicht zu. Die Christen kann ich nicht wählen, weil sie an höhere Wesen glauben. (Würde ein Politiker sagen, er glaube an wunscherfüllende Kobolde, fände ich das zwar wenigstens eine Antwort auf die Frage, wie er seine Wahlversprechen zu erfüllen gedenkt, aber an seiner Glaubwürdigkeit würde ich dann zweifeln.) Die Grüne Hochschulgruppe habe ich seit Studienbeginn nie wahrgenommen, irgendwas machen die falsch. Und bei den FSIen wähle ich zu viel mit, was ich nicht kenne.
Meine Entscheidung, den Wahlen fernzubleiben, hatte also durchaus politische Gründe. Vielleicht mache ich mal eine Hochschulgruppe der PARTEI auf.
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ach gib doch zu du hattest nur keinen Bock nach Erlangen zur Stimmabgabe zu fahren! :P
Ausserdem GEGEN die Christen Stimmen ist viel wichtiger als alles andere. Denn deren Vorsitzende forderte Bundesweit das doppelte Stimmrecht für Leistungsträger … ernsthaft nicht satirisch.
Im übrigen ist sogar einer unserer Kommilitonen angetreten! (Wie ich im Nachinein erfahren habe)