Der Armutsbericht

Wie immer eine grandiose Politanalyse: Der Spiegelfechter über den aktuellen Armutsbericht. Ich bin noch nicht ganz durch, stimme aber mal vorläufig mit dieser Interpretation überein:

Da ein aktueller EVS nicht zur Verfügung steht, bietet nur das SOEP die Möglichkeit eine qualitative Aussage über die Entwicklung der Armut zu machen – und das SOEP spricht hier eine klare Sprache. Die Armutsquote ist von 1998 bis 2005 um 50% gestiegen, von 12 auf 18%, dies sind 4 Mio. Arme mehr und die Tendenz ist – trotz des „Aufschwungs“ – unverändert.

Damit ist die Interpretation der Bundesregierung falsch, die Quote sei „hoch, aber stabil“: Sie steigt.

Ganz zu recht hält man fest, dass Abhängigkeitserkrankungen und Arbeitslosigkeit häufig korrelieren. Was kausal dahintersteckt, vermag man aber auch nach vielen Jahrzehnten der Forschung nicht zu sagen. Der Punkt „Fördern und Fordern im Schulalter“ klingt ein bisschen abschrecken,d beinhaltet dann aber doch nur Plattitüden:

Im Mittelpunktder vom BMBF geförderten Begleitforschung zur Entwicklung, Struktur und Wirksamkeit schulischer Ganztagsangebote stehen Fragen der Lernkultur, Unterrichts- und Angebotsentwicklung
mit dem Ziel einer verbesserten individuellen Förderung, der Förderung von Kindern und Ju-
gendlichen mit Migrationshintergrund bzw. aus Familien mit geringeren ökonomischen und kul-
turellen Ressourcen, des Personals und der Kooperation verschiedener Professionen und Insti-
tutionen sowie des Verhältnisses von Familie und Ganztagsschule.

Eine Antwort

  1. [...] Der Armutsbericht beim Spiegelfechter – kommentiert bei Amok Koma und in Dennis’ Seitenhieben [...]

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