Sabine Stoll über einen Sexualstraftäter

Ein Artikel in der NN:

«Ich hab’ kein Vertrauen, ich hab’ keinen Bezug zu den Menschen aufbauen können.« Er habe es selbst erlebt, wie es sei, als Kind missbraucht zu werden. «Auf der Straße, mit Gewalt«, sagt der 37-Jährige. Spricht er von seiner Kindheit, treten ihm Tränen in die Augen. Trotzdem oder deshalb: Aus dem Missbrauchsopfer wurde ein Täter – ein häufiges Muster.

Ist das nachgeprüft? Ein eigener sexueller MIssbrauch ist nur allzu häufig eine willkommene “Entschuldigung”, die von Tätern angeführt wird. Anscheinend hat Stoll das nicht recherchiert – sie spricht einfach vom “Missbrauchsopfer”. Hat sie sich blenden lassen? Sexualstraftäter und pathologische Kriminelle sind häufig höchst geschickte Manipulatoren. (Wen das Gebiet näher interessiert, der sollte sich Anna Salters Buch “Dunkle Triebe” zu Gemüte führen; hier ist dem ein ganzes Kapitel gewidmet.)

Zumindest ein Ziel ist greifbar nah: Markus S. wird in den nächsten Wochen in eine andere Klinik verlegt – auf eigenen Wunsch. Das Verhältnis zu den Erlanger Therapeuten beschreibt er als festgefahren.

Vielleicht vertraut ihm hier auch niemand mehr genug, als dass sich Manipulationsversuche durchführen ließen. Nur ein Gedanke.

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