Computerspieler sind gar keine vereinsamten, unnützen Individuen – sondern Menschen!

Der klassische Computerspieler ist ja nah am Rande der Asozialität, kennt seine “Freunde” nur online und liegt der Gesellschaft – in den meisten Fällen den Eltern – auf der Tasche. Man kann sowas auf Film dokumentiert auch empirisch beweisen, jedenfalls arte kann das.

Doch pünktlich zur Games Convention in Leipzig stellt eine neue Studie dieses Bild auf den Kopf. Spieler seien keineswegs vereinsamte Problemfälle, sagt Bernd Schorb, Professor für Medienpädagogik an der Universität Leipzig. Im Gegenteil: Die virtuellen Welten schaffen sogar neue Freundschaften. (taz)

Unglaublich, zumal viele leute über 11% ihrer Zeit in diese Spiele investieren:

Je nach Studie investieren die Spieler weit über 20 Stunden wöchentlich in ihr Hobby. Wie viel Zeit da bleibt, um sich bei Problemen jenseits der Computerwelten zu unterstützen, ist offen.

Wenn man so viel Zeit mit einer Tätigkeit verbringt, mach das natürlich süchtig (so wie Schlaf und Arbeit, und soziale Kontakte erst!):

Ob Online-Spiele süchtig machen, ist unter Experten strittig. Besonders interessant an der Leipziger Studie: Viele Spieler problematisieren von sich aus die Suchtgefahr ihres Hobbys. Forscher Kießling sieht das positiv: Die Jugendlichen seien sehr reflektiert. Einen Schwachpunkt, das gibt Kießling offen zu, habe die Befragung der Messebesucher: Spieler, die tagelang im Zimmer sitzen, erwischt man so natürlich nicht.

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