Das Readerproblem

Wie schon mehrfach erwähnt (u.a. in einer der letzten FAUNA-Ausgaben) sollen im kommenden Semester keine Reader mehr ausgegeben werden, sofern diese aus urheberrechtlich geschützten Quellen zusammengestellt wurden. Das halte ich für juristischen Schwachsinn und eine Beleidigung der Freiheit von Lehre und Forschung, aber solange keiner dagegen klagt, kann man wohl nichts machen.
Mir kam aber ein Gedanke, wie sich das möglicherweise sogar konstruktiv lösen läßt: Man gibt diese Reader einfach ordentlich mit ISBN und allem heraus. Damit schafft man idividuelle Kanones und kann sogar noch Lücken abdecken, wo der allmächtige freie Markt solche gelassen hat.

Die alternative Lösung: Man konzentriert sich auf freie Texte und kanonisiert diese. Damit würden die proprietären Texte im Wettbewerb benachteiligt – und müsste frei werden. Politische Utopie, olé!

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