Gäbe es nicht den massiven Widerstand der Profiteure, böte sich uns die einmalige Gelegenheit, die kulturelle Evolution und die Entwicklung neuer Kulturtechniken jetzt, sofort und unter Beobachtung der Welt zu einem Evlutionssprung zu zwingen. Die Abschaffung des Urheberrechts – besonders in seiner lächerlichen, inkonsequenten Ausprägung, die in Kürze in Kraft treten wird – wäre das Eingeständnis, dass die Wirklichkeit das Recht vollständig überholt hat. Jedes Rechtsmittel gegen Privatpersonen, die zum ebenfalls privaten Gebrauch (wenn auch in großem Umfang) Daten kopieren, die dem heutigen Urheberrecht unterliegen, sind grob willkürlich und eine Form der Rechtsbeugung. Das Recht nun auch noch in Privathände zu legen widerspricht grob dem Sinn eines Rechtssystems an sich.
Die Abschaffung des Urheberrechts angesichts der technischen Reproduzierbarkeit aller Werke wäre die konsequente Umsetzung des alten Aphorismus, dass wir alle nur Zwerge auf den Schultern von Riesen sind. Punktum.
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Wovon leben dann die Urheber?
Ganz abschaffen geht wohl nicht, aber eine flexibilisieren wäre durchaus wünschenswert, vielleicht über ne pauschale Abgabe auf Internetzung?